Создание «Пропеллерфрау»

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Polke´s Beziehung zu dem Bild "Propellerfrau"

Отношение Польке к картине «Пропеллерфрау» было особенным. Картина не покинула студию многие годы. Лишь незадолго до его смерти Польке продал её своему знакомому.

Многие коллекционеры и галеристы тщетно пытались убедить его продать им «Пропеллерфрау» Но Полке держал свою убежденность и сохранял свою любимую картину на протяжении десятилетий. Даже всемирно известные владельцы галеристы Холли Соломон (Нью-Йорк), Энтони д’Оффей (Лондон), Мариан Гудман (Нью-Йорк) и Майкл Вернер (Кельн) не смогли приобрести «Пропеллерфрау».

Inspiration

Die Entstehung des Gemäldes „Propellerfrau“ fiel in eine Zeit, die von Kaltem Krieg, swm Wettrüsten und dem „Space Race“ der Großmächte USA und UDSSR auf dem Weg zur ersten bemannten Mondlandung geprägt war.

Die USA konnten 1969 den ersten Mann auf den Mond.

Jenseits davon waren es aber vor allem die Bilder aus Werbung, Warenwelt und Comic, die den „American Dream“ in die Welt trugen.

Motiv

Sigmar Polke griff all das in seiner Propellerfrau auf: die Raketen sind mit „U.S.“ bzw. „United States“ beschriftet, der Betrachter sieht die Erdkugel im All stets in einer Position, die den amerikanischen Kontinent vorne zeigt.

Sigmar Polke hatte das Motiv des Universums bereits vor der Entstehung der „Propellerfrau“ für sich entdeckt. Er verarbeitete es zunächst in seinem Bild „Pasadena“ im Jahr 1968 mit der von ihm entwickelten Rastertechnik.

Sein Aquarell „Ufos“ im selben Jahr zeigte bereits Polkes künstlerische Auseinandersetzung mit Science-Fiction-Comics. Ebenfalls 1968 macht er sich in dem Gemälde „Polke als Astronaut“ über die amerikanische Raumfahrt lustig. Er malte sich in seiner typischen selbstironischen Art als Eroberer des Weltalls – grinsend und mit quadratischen Augen.

Technik

Wie bei der „Propellerfrau“ dient ein bedruckter Dekorationsstoff mit Weltraummotiven als Malgrund. Das Motiv der Propellerfrau muss ein sehr wichtiges für Polke gewesen sein. Noch im Jahre 2002 fertigte er eine Serie von Drucken für die Deutsche Lufthansa, die den Namen „Propellerfrau“ trägt und den gleichen Bildaufbau aufweist.

Beweggründe

Sigmar Polke persifliert die heldenhaften Missionen ins Weltall in der „Propellerfrau“ mit seiner ihm eigenen spielerischen Ironie. Sein Raumschiff ist ein einfaches Vorkriegs-Propellerflugzeug, wie er es auch schon in seinem Skizzenbuch geplant hatte. Einen Piloten gibt es nicht, das Flugzeug fliegt führerlos. Für den Überschallantrieb sorgt ein überdimensionaler Propeller, der aus zwei gespenstisch anmutenden Frauen besteht und gleichzeitig den Titel des Gemäldes vorgibt.

So rast die „Propellerfrau“ durchs Weltall und passiert dabei eine bunte galaktische Streifenwand, die mit den darauf gemalten goldenen Sternen an die „Stars and Stripes“ der amerikanischen Flagge erinnert. Während die Wolken gewobener Bestandteil des Gardinenstoffes sind, malte Sigmar Polke die goldenen Sterne mit der Hand.

Das Ziel der Propellermaschine befindet sich unten links. Ein Planet, der einem Apfel gleicht, aber bereits bewohnt ist, deutlich erkennbar an den überdimensional großen Schuhabdrücken.

Das Gemälde ist typisch für Polkes Verballhornung westlicher Errungenschaften: Kunst ist für ihn kein Produkt höherer geistiger Eingebung, sondern ein Witz.

Mit dieser Persiflage reiht sich das Werk in eine zentrale Werksphase Sigmar Polkes Ende der 60er-Jahre ein. In der Ästhetik der Pop-Art wird die Bilderwelt des Comics und der Raumfahrt als Klischee der amerikanischen Massenmedien vorgeführt.

Polkes ironisches Ansinnen zeigt sich auch in der Wahl des Malmaterials. Er verwendet in der „Propellerfrau“ zwei Gardinen- und Dekorationsstoffe und keine grundierte Leinwand. Der Stoff mit den Weltraummotiven dürfte ursprünglich als Dekoration oder Bezug für Kinderzimmer hergestellt worden sein, ebenso der Stoff mit den grellen Streifen und den eingewobenen Wölkchen. Bewusst vernähte Polke hier zwei Stoffe, die sich farblich und kompositorisch grell beißen, zu einer „Leinwand“.

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