Художественная сцена 60-х годов

Зигмар Польке учился в начале 1960-х годов в Академии искусств Дюссельдорфа. Он был частью легендарного класса Карла Отто Готца, в который также вошли Герхард Рихтер, Конрад Люг и Манфред Каттнер. В этом кругу единомышленников он основал в 1963 году «капиталистический реализм».

Pop_Art

Die Bewegung stand der Pop-Art nahe und war eine ironische Abgrenzung zum „Sozialistischen Realismus“, aus dessen Einflussgebiet die vier Studenten ursprünglich geflüchtet waren. Polke und Richter waren während ihrer Studienzeit eng befreundet, veranstalteten 1966 eine gemeinsame Ausstellung. Für das Künstlerbuch ließen sie sich sogar gemeinsam in der Badewanne fotografieren. Es sollte bei dieser einen gemeinsamen Ausstellung bleiben. Die Wege gingen zukünftig auseinander: Polke war wilder und arbeitete experimenteller, Richter malte systematisch in großen Werkgruppen.

 

Polke besuchte in Düsseldorf auch die Lehrveranstaltungen von Joseph Beuys. In seinem einzigen großen Interview, das Polke jemals gegeben hatte, kamen ihm beim Erzählen über die 60er-Jahre vor allem die bizarren Fluxus-Aktionen in den Sinn: er saß unterm Tisch und biss den Passanten ins Bein, sein Studienfreund Blinky Palermo schlug sich Eier über die Glatze. Düsseldorf war zu jener Zeit die Hochburg der deutschen Kunstszene, die Hochburg der Rebellion gegen den bürgerlichen Konservatismus der Nachkriegszeit. Beuys veranstaltete mit George Maciunas und Nam June Paik das Fluxus-Festival, in der Kultkneipe „Creamcheese“ spielten Bands wie Kraftwerk. Auch die Zero-Künstler Otto Piene, Günther Uecker und Heinz Mack waren in der Stadt. Pop, Fluxus und Zero vermischen sich in „Paris am Rhein“ zum kreativen Nährboden Sigmar Polkes.

 

Sigmar Polke
Hippies_aus_Duesseldorf

Anfang der 1970er-Jahre zieht Polke nach Willich auf den Gaspelhof. Hier wohnten und malten die „Hippies aus Düsseldorf“ gemeinsam. Bei vielen Kunstwerken, die hier entstanden, ist heute gar nicht klar, wer sie überhaupt gemalt hat.

 

Nur so viel ist sicher: Polke war fast immer beteiligt. Die Anziehungskraft des Kreativzentrums Gaspelhof ging weit über die Düsseldorfer Szene hinaus: Carl Andre, einer der Urväter der Minimal-Art, war ebenso zu Besuch wie die Stars der Performance-Kunst Gilbert & George. Auch der jüngere Martin Kippenberger, der noch in Hamburg studierte als Polke dort bereits Dozent war, war ein gern gesehener Gast auf dem Gaspelhof.

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