Joseph Beuys

Joseph_Beuys
  • Aktionskünstler
  • Bildhauer
  • Zeichner
  • Kunsttheoretiker

Joseph Beuys (1921 – 1986) ist einer der bedeutendsten Aktionskünstler, der durch seine Happenings, Performances und Installationen in die Kunstgeschichte einging. Legendär ist sein Ausspruch „jeder Mensch ist ein Künstler“. Neben dem künstlerischen Schaffen prägte Beuys seine Zeit durch kontroverse Debatten über Kunst, Politik, Umwelt und das soziale Zusammenleben. Im Streit mit der Verwaltung der Düsseldorfer Kunstakademie um die Zulassung neuer Studenten, kam es 1972 zum Eklat: Beuys besetzte mit seinen Studenten das Sekretariat der Hochschule, woraufhin er vom damaligen Wissenschaftsminister Johannes Rau fristlos entlassen wurde. Beuys gilt heute als einer der einflussreichsten Künstler aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Beuys war bis 1953 Meisterschüler bei Ewald Mataré an der Düsseldorfer Kunstakademie. 1961 wurde er zum Professor für monumentale Skulptur ernannt und zählte heute weltbekannte Künstler wie Katharina Sieverding, Jörg Immendorff, Blinky Palermo und Sigmar Polke zu seinen Schülern. Beuys bezeichnete die Lehrtätigkeit als seine größte Kunst.

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Die Schwierigkeit Dinge zu erklären, thematisierte er in seiner legendären Performance „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ (1965), in der er einem toten, mit Honig und Blattgold bedeckten Hasen drei Stunden lang seine Kunst erklärt. Bereits 1964 hatte Beuys an der Documenta III in Kassel teilgenommen. Es folgten Einzelausstellungen, die den kommerziellen Erfolg mit sich brachten. Sein Galerist René Block verkaufte 1969 die Installation „The pack (das Rudel)“, die aus einem alten VW-Bus und 24 Schlitten bestand, für damals unglaubliche 100.000 DM auf dem Kölner Kunstmarkt, dem Vorläufer der heutigen Art Cologne.

Der Markt für seine Werke zog daraufhin deutlich an. Im Kunstkompass von 1973 belegte Beuys den vierten Platz vor Yves Klein, 1978 den zweiten und 1979 und 1980 den ersten Platz, noch vor Robert Rauschenberg und Andy Warhol. 1980 kaufte das Münchener Lenbachhaus das Werk „zeige deine Wunde“, aus alten Leichenbahren und Fett zusammengesetzt, für 270.000 Mark an. Aufgrund der ungewöhnlichen Materialien und der schweren Zugänglichkeit des Werkes galt es als „teuerster Sperrmüll alles Zeiten“. 2016 knackte Beuys erstmals die Grenze eines Auktionszuschlages von einer Million USD.

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